Think before you ink! #5 Welches Motiv

Jul 31, 2020

Heute geht es bei Think before you ink! um die Wahl des richtigen Motivs. Das Internet bietet uns heutzutage zwar sehr viele Möglichkeiten, um sich inspirieren zu lassen, aber wer die Wahl hat, hat auch die Qual. Je mehr Menschen man mit einem Motiv sieht, desto weniger individuell ist dieses und die Chancen stehen gut, dass dieses so beliebte Motiv von heute das ungeliebte Arschgeweih von morgen sein wird. Lass Dir bei der Motivauswahl Zeit und nutze die Vielfalt der heutigen Möglichkeiten, um daraus Dein ganz persönliches Lieblingstattoo zu entwickeln.

Damit man nachher nicht bereuen muss, vorher nicht darüber nachgedacht zu haben, gilt also auch hier: „Think before you ink!“ 😊

Hier gehts zu den anderen Teilen:

#1 Folgen und Risiken

#2 Die passende Körperstelle

#3 Welcher Tätowierer

#4 Welches Studio

#5 WELCHES MOTIV

Was darf’s denn sein, haben Sie bereits gewählt? Die Zeiten als man sich sein Tattoomotiv nur aus dem Vorlagenkatalog im Tattoostudio aussuchen konnte sind zum Glück vorüber. Heute erfolgt die Suche nach dem richtigen Motiv nicht mehr nur im Studio oder beim Asiaten um die Ecke, sondern weltweit im World Wide Web: Pinterest, Facebook, Instagram, Google und Co bieten uns die Möglichkeit sich Inspirationen von überall her zu holen. Ein Mehr an Optionen bedeutet aber nicht zwingend auch ein Mehr an Kreativität.

Was heute im Trend ist, kann morgen schon das Arschgeweih von gestern sein

Viele der heute so beliebten und auf allen Plattformen präsentierten Motive, können morgen schon das Arschgeweih von gestern sein. Wir alle kennen diese Motive, die einst so stark im Trend lagen und heute als Tribal am Oberarm von einer längst vergangenen Stammesherrschaft zeugen oder eben den untersten Teil des Rückens die Hörner aufsetzen. Wer also später einmal nicht der Gehörnte sein will und ein wirklich individuelles, zeitloses Tattoo und kein chinesisches Gericht auf seinem Körper haben möchte, muss auch heute noch über den Tellerrand der Google-Bildersuche und des #besttattoos hinausschauen. Hier kann man sich zwar Ideen und Anregungen holen, wer aber etwas wirklich Einzigartiges sein körpereigen nennen möchte, sollte entweder selbst gestalterisches Talent beweisen oder den richtigen Tattoo-Artisten finden, der genau das für einen macht. Augen auf gilt es also nicht nur bei der Motivauswahl, sondern auch bei der Wahl des richtigen Tätowierers (mehr über die Wahl des richtigen Tätowierers könnt Ihr hier erfahren #3 Welcher Tätowierer).

Tattoos sind Kunst auf der Haut

Wenn das Tattoo ein Kunstwerk werden sollte, dann kann es auch nur von einem Künstler gestochen werden. Nicht jeder Künstler beherrscht jede Art von Kunst und nicht jeder Tattoo-Artist kann jede Tattootechnik beherrschen. Ob nun Dotwork, Watercolor, Geometric, Realistic, Old School, New School, Fine Art oder Portraits, sollte ein Tattoo ein Kunstwerk werden, dann muss man auch den geeigneten Künstler dafür finden. Jeder Künstler hat seinen eigenen bevorzugten Stil. Gerade im graphischen Bereich ist das ein sichtbares und augenscheinliches Merkmal eines jeden Künstlers. Ob es nun die gestochen scharfen und geraden Linien und Kanten eines Geometric Tattoos oder die zarten, feinen Linien einer Fine Art Blume sind oder doch eher die Schattierungen, die ein Realistic Tattoo zum Leben erwecken, nicht jeder will und kann alles gleich gut beherrschen. Speziell bei Portraits sollte ein gewisses zeichnerisches Talent vorhanden sein, wenn man nicht mit einem absurd verzerrten Gesicht auf seinem Körper herumlaufen möchte.

Und wenn es dann doch kein zeitloses Kunstwerk geworden ist

Natürlich kann man heute mit einer Laser Tattooentfernung oder einem gut gemachten Cover-Up einer solchen Halloween-Maske an den Kragen gehen, aber wie bereits in meinen letzten Blogreihen mehrmals erwähnt, ist es auf jeden Fall besser vorher genauer hinzusehen als nachher zu bereuen. Wenn Du aber trotz aller Gewissenhaftigkeit und Überlegungen einer Geschmacksverirrung zum Opfer gefallen sein solltest oder das Allroundgenie unter den Tattoo Künstlern doch nicht Meister eines jeden Stils war, dann ist es heute dank modernster Technologie in der Medizin möglich, das ungeliebte Motiv durch eine Laser-Tattooentfernung loszuwerden oder mit einer Cover-Up-Vorbereitung und einem anschließenden Cover-Up Motiv zu verstecken.

Dies sind übrigens die häufigsten entfernten Tattoos:

  • Schriftzüge und Namen (mehr dazu gibt’s im nächsten Beitrag, siehe #6)
  • Tribals
  • Permanent Make-Up
  • Chinesische Zeichen
  • Motive (Blumen, Tiere, Symbole)
  • Portraits
  • Laientattoos

 Ich nehme mir gerne für Euch Zeit und bespreche in einem ausführlichen Beratungsgespräch mit Euch den Ablauf der Behandlung, wie hoch der Aufwand für die Tattooentfernung sein wird, welche Kosten auf Euch zukommen, welche Risiken und Nebenwirkungen es gibt und was man vor bzw. nach der Behandlung beachten soll.

 

Für Terminanfragen bitte hier entlang.

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